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28.12.2011 bis 01.01.2012

34. Europäisches Taizé-Jugendtreffen in Berlin

Das 34. Europäische Jugendtreffen von Taizé fand 2011 in Berlin statt. Es wurden mehr als 30000 Jugendliche erwartet und alle konnten in Berlin und Umland untergebracht werden. Auch unsere Kirchgemeinde hat sich beteiligt und Jugendliche mit unterschiedlichen Konfessionen aus verschiedenen europäischen Ländern und darüber hinaus  in Familien aufgenommen. Ich nahm drei junge Slowakinnen auf. Da ich parallel zum Treffen arbeitstätig war, erlebte ich meine Gäste meist nur am Abend. Es fand ein reger Austausch über die regelmäßigen Gebete, morgens in den gastgebenden Gemeinden, mittags und abends nach dem Essen in den Messehallen und über die verschiedene Thementreffen in ganz Berlin statt. An allen Tagen war ich beim Abendgebet.

Da es keine große Halle für so viele Menschen gab, fanden die Gebete gleichzeitig in 4 Hallen statt. Es war für mich sehr beeindruckend, wie es geschafft wurde, trotz der Größe der Hallen, das Feeling von Taizé dort hineinzubringen. Überall standen Kerzen, ungeschmückte Tannen, Stoffbahnen hingen von den Decken herab und das für Taizé typische Kreuz war vorn aufgestellt. Das Abendgebet an Silvester war für mich etwas Besonderes. Jeder bekam am Eingang eine Kerze. Kinder zündeten ihre, an Kerzen die am Kreuz standen, an und gaben das Licht allmählich an uns weiter. Langsam kam das Licht zu mir und ich gab es auch weiter. Dieser besondere Moment  war für mich sehr einprägsam. Die Augen der Menschen um mich leuchteten hell und auf vielen Gesichtern war ein Lächeln zu erkennen. Danach ging es zum Friedensgebet ins Gemeindezentrum Plötzensee.

Wir begrüßten das neue Jahr mit „Laudate omnes gentes“.  Jeder gratulierte Freunden und Gästen auf seine eigene Art und in seiner eigenen Sprache zum neuen Jahr. Im Anschluss stellten sich beim „Fest der Nationen“ unsere Gäste mit kleinen Beiträgen vor. Wir sangen, tanzten und lachten sehr viel. Die beiden Gemeinden (Charlottenburg-Nord und Gustav Adolf) nahmen junge Gäste aus Polen, Slowakei, Ukraine, Portugal, Italien, Spanien, Schweden und Japan auf. Beim Neujahrsgottesdienst in Gustav-Adolf überreichten uns unsere Gäste mit rührenden Worten ein sehr schön gestaltetes Plakat mit vielen Dankesgrüßen.

Zum Abschluss gestalteten wir (meine Gäste und die eines Freundes) ein gemeinsames Mittagessen. Es wurden mitgebrachte Geschenke ausgepackt, gesungen und Erfahrungen vom Jugendtreffen ausgetauscht. Als gute Gastgeber brachten wir unsere Gäste zum Bus am Olympiastadion. Bei einer sehr herzlichen Verabschiedung vereinbarten wir, uns zu schreiben, evtl. in Bratislava zu besuchen oder uns zum nächsten Jugendtreffen in Rom wieder zu sehen.

„Im Frieden, in der Stille, in der Ruhe wurde die Welt erschaffen; und jedes Mal, wenn etwas wahrhaft errichtet werden soll, muss es im Frieden, in der Stille, in der Ruhe geschehen. Tritt in das Bewusstsein der Ewigkeit ein, dann allein wirst du wissen, was wahre Tätigkeit ist.“ (Sri Aurobindo)


Antje Hahn und Christoph Gensler

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